Michael Haaß. - Foto: Sascha Klahn

19.01.2012 - EURO, Nationalmannschaft

Mittelmann Haaß: Lange nicht mehr so gut gesehen

Diese Momente kostete die deutsche Nationalmannschaft aus: Nach dem überzeugenden 29:24-Erfolg gegen Schweden qualifizierte sich das DHB-Team sicher für die Hauptrunde der EM in Serbien und trifft ab Samstag auf die Polen, Dänemark sowie Gastgeber Serbien

Zudem hält die Auswahl von Bundestrainer Martin Heuberger nach dem Sieg im abschließenden Vorrundenspiel auch die Chance auf ein Ticket für ein Olympia-Qualifikationsturnier aufrecht. Das HM sprach nach dem Spiel mit dem Göppinger Mittelmann Michael Haaß.

HM: Her Haaß, was war denn da los?
Haaß: Wir haben einfach mal gut gespielt. Aber das hat sich ja bereits in den vergangenen Großturnieren angedeutet, dass wir immer dann da sind, wenn es um etwas geht. Und wie man heute gesehen hat, besitzt die Mannschaft jenen Willen, um solche Spiele zu gewinnen.

HM: Es war zumindest eine Halbzeit lang eine tadellose Angriffsleistung.
Haaß: In der ersten Hälfte war das richtig klasse. Die Chancenauswertung war ganz stark. Tatsächlich habe ich die Mannschaft in spielerischer Hinsicht lange nicht mehr so gut gesehen. 20 Tore in einer Halbzeit: Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wann wir zuletzt so viele Treffer in 30 Minuten erzielten.

HM: War Ihnen eigentlich bewusst, dass es auch ein Spiel gegen die vorzeitige Heimreise war?
Haaß: Das war sicher jedem von uns bewusst, aber der Trainer hat es dennoch gestern Abend noch einmal angesprochen und allen erklärt, welche Konstellationen in dieser Vorrundengruppe noch möglich waren.

HM: Haben Sie in Gedanken das Szenario des Ausscheidens zwischenzeitlich mal durchgespielt?
Haaß: Nicht wirklich. Es war auch nicht die Angst, nicht weiterzukommen, was uns heute beflügelt hat, sondern die Gewissheit hier zwei wichtige Punkte für die Hauptrunde gewinnen zu können.

Arnulf Beckmann

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