Die Deutsch-Britin Lyn Byl (32) hat im Sommer 2011 Bayer Leverkusen verlassen, bereitet sich mit dem Team Great Britain in London auf die Olympischen Spiele 2012 vor und berichtet exklusiv für das Handball-Magazin.

Die letzte freie Woche vor den Olympischen Spielen...

22. Februar 2012

...fiel zum Glück genau auf die Kölner-Karnevals Woche. Also ging es für mich natürlich zurück in die Heimat nach Köln. Und neben dem Karneval gab es noch etwas viel Besseres. Mein Liebster ist von der Aida abgestiegen, und wir haben uns nach langen sechs Monaten wieder. Also eine Festwoche in vielerlei Hinsicht. Vielleicht war das sogar mein letzter Deutschland Aufenthalt jetzt vor den Olympischen Spielen. Aber keine Angst: Trainiert habe ich auch.

Seit Beginn 2012 hat unser Coach im Training noch mal richtig angezogen. Wir arbeiten viel an unseren persönlichen Fertigkeiten und vor allem an unserer Dynamik. Leider haben wir auch ein paar Verletzungen, die langfristiger sind als erwartet. Linksaußen ist seit Januar eigentlich nicht besetzt, und da fällt natürlich extrem auf, wie klein unser Kader ist - unsere Trainer können nicht mal eben jemand anderen aus der Reserve zaubern. Da sind nur wir 20, und das war es.

Schön ist, dass immer mehr Klubteams Interesse haben und nach London kommen, um gegen uns zu spielen. Nächste Woche haben wir wieder ein norwegisches Team zu Gast, sodass wir langsam mehr und mehr Wettkampftraining bekommen. Da haben unsere Jungs es schon etwas schwerer. Sie haben sich nicht für ein zentralisiertes Programm entschieden und sind über ganz Europa verstreut. Daher sind Kurzwettkämpfe für sie nicht möglich. Aber im April haben sie hier in Crystal Palace ihr Testevent und können versuchen, sich gegen Argentinien und Tunesien zu behaupten.

Und da am Aschermittwoch alles vorbei ist, werde ich ganz standhaft sein, nichts Süßes mehr essen und in voller olympischer Motivation an meinem Six-Pack arbeiten. Okay, das ist noch ein Weg bis dahin, aber weil ich dieses Ziel somit öffentlich gemacht habe, stehe ich ein bisschen mehr unter Druck. Und am schlimmsten wird es sein, auf die geliebten Cup Cakes zu verzichten...

See you,
Lyn

Ein guter Start in 2012: Neues aus London

6. Februar 2012

Ich habe mich schon länger nicht gemeldet, deshalb muss ich Anfang Februar noch einmal auf den Jahreswechsel zurückblicken. Natürlich wurde 2012, das olympische Jahr, bei mir hier in London eingeläutet. Besonders schön daran war, dass zu diesem Ereignis fast alle meine guten EX-Leverkusen-Handballfreundinnen da waren. Nur leider konnten wir uns das wirklich gigantische Feuerwerk am London Eye nur am nächsten Tag auf BBC anschauen. Aber das war nach der Wiedersehensfreude und der witzigen Party wirklich nur ein kleiner Wermutstropfen.

Mit neuer Energie und Motivation ging es dann in der ersten Januarwoche wieder ins Training. Nach nur drei Einheiten standen schon die ersten Länderspiele gegen Angola auf dem Programm. Nach dem guten Abschneiden der Afrikanerinnen bei der WM waren wir natürlich gespannt, ob wir unser gutes Ergebnis vom Testevent wiederholen konnten. Zwei wirklich knappe Niederlagen (mit zwei und drei Toren) haben uns gezeigt, dass wir nahe an das Niveau Angolas herangekommen sind.

Danach stand dann erst einmal Athletik auf dem Programm, Laufen, Kraftraum und auch Handball. Nun sind wir stärker und fitter und hatten nochmals fünf Spiele gegen norwegische Teams - zwei davon in der Copper Box, wie die Handballarena jetzt offiziell heißt. Die Ergebnisse und Leistungen waren jedoch wieder sehr wechselhaft. Die mangelnde Konstanz ist eine unserer größten Schwächen. Aber die Spielerfahrung bringt uns alle voran.

Und dann gab's noch die Neuigkeiten von den neuen Sponsoren Collins Stewart Wealth Management und Pinsent Mason... es scheint ein gutes Jahr zu werden.

See you,
Lyn

Merry X-Mas!!!

20. Dezember 2011

Eigentlich hatten wir geplant, nach dem olympischen Testevent in London zur Weltmeisterschaft nach Brasilien zu reisen, doch daraus ist leider nichts geworden. Stattdessen gab es hier den Beginn des englischen Winters mit erstaunlich viel Sonne, Christmas-Shopping, Jobben und natürlich weiterhin jede Menge Training.

Die Weihnachtszeit in London ist herrlich: Die Stadt scheint aus allen Nähten zu platzen, es ist noch mehr los als sonst. Überall blinkt und glitzert es, und wenn man nicht zur Rush Hour unterwegs ist, kommt man ganz schnell in Weihnachtsstimmung.

Zur Weihnachtsstimmung hat auch mein neuer Job bei Neals Yard beigetragen. Das ist so ein Öko-Kosmetik-Laden, der auch Kräuter und Tinkturen und all so ein Zeug verkauft. Also die Hälfte der Kräuternamen kannte ich weder in deutsch noch in englisch... keine Chance. Aber es ist ganz interessant herauszufinden, wozu man Kräuter und Blumen so alles gebrauchen kann: Erektionsprobleme, Vaginale Trockenheit - für alles scheint es ein Kräuterchen zu geben, unglaublich. Aber natürlich gibt es auch Cremes, Bodylotions, Badezeug u.s.w.

Neals Yard ist ein Londoner Traditionsunternehmen und scheint gerade bei asiatischen Touristen außergewöhnlich gut anzukommen. Vor den Feiertagen war der Laden rappelvoll, und ich habe Päckchen gepackt wie ein Weihnachtswichtel.

Die Weltmeisterschaft haben wir uns dann hier im Internet angeschaut. Und ich glaube, wäre ich live dabei gewesen, hätte ich ein wenig mit der deutschen Mannschaft geheult. Deutschland war als Gegner bei den Olympischen Spielen fest eingeplant - und der Trikottausch auch. Ich bin noch immer ein wenig entsetzt und hoffe, dass sich die Mädels schnell fangen.

Und für mich geht es jetzt bald in den Urlaub, endlich wieder nach Deutschland. Seit dem Sommer habe ich meine Familie und einen Großteil meiner Freunde nicht gesehen. Ich freue mich wahnsinnig und werde mich schön verwöhnen lassen. Christmas pudding, Marmite, Digestives und Cracker sind natürlich schon eingepackt. Damit wir alle auch ein bisschen britisch feiern können.

In diesem Sinne Merry Christmas and a Happy New Year!!!!

See you,
Lyn

Olympischer Wind / Fingers are crossed for Team Germany

30. November 2011

Die gesamte letzte Woche stand unter dem Motto: Großbritannien entdeckt Handball.

In der Olympiahalle in London fand das Test-Event für Handball statt. Teilnehmer waren außer unserem Team Great Britain noch Österreich, Angola, die Slowakei, Polen und China. Genau die Nationen also, mit denen wir schnellst möglich mithalten wollen. In unserer Gruppe waren Angola und Österreich. Die Olympiahalle sollte auf Herz und Nieren überprüft werden, ob die Abläufe und der Transport zur Halle klappen, der Ticketverkauf und der Einlass reibungslos laufen und so weiter. Es wehte schon ein wenig olympischer Wind durch die Halle.

Im Eröffnungsspiel gegen Angola gelang uns eine kleine Sensation: Wir haben doch tatsächlich das Spiel gewonnen. Ganz großes Plus auf unserer Seite war die Kombination aus solider Abwehrarbeit und guten Torhütern. Im Angriff waren wir wie gewohnt wackelig, aber es hat gereicht.

Die Zuschauerresonanz war gut. Die meisten hatten noch niemals Handball gesehen und waren begeistert, und auch die Presse zeigte sich recht interessiert. Wir hatten sogar ein echt gutes Bild mit halbseitigen Bericht in der Times, Independent und einigen weiteren Blättern. Leider haben wir dann die restlichen Spiele gegen Österreich, den späteren Turniersieger und die Slowakei verloren. Trotzdem können wir ganz schön stolz auf unsere Entwicklung sein. Das Turnier war ein voller Erfolg, wir haben Handball-Interesse in England geweckt und neue Fans gewonnen.

Unglücklicherweise fliegen wir nicht wie geplant nach Brasilien, um dort die Weltmeisterschaft zu verfolgen... Hoffentlich kann ich die Spiele gut im Internet verfolgen. Ich drücke der deutschen Mannschaft natürlich die Daumen - oder wie man hier sagt: Fingers are crossed!!!

See you,
Lyn

T-Shirt-Aktion und Testevent

T-Shirt-Aktion
Die Super-WG wieder vereint
Immer schön die Augen offen halten
Entspannung am Meer
Ganz schön frisch in Dänemark

17. November 2011

Weil wir es geschafft haben, einen Platz in der EM-Qualifikation zu erkämpfen, ist unser Budget für die Planungen bis April ziemlich ausgeschöpft. Ziemlich paradox, wenn mehr Erfolg weniger Geld zur Folge hat. Aber nichts desto trotz brauchen wir Spielerfahrung - Training allein reicht, um für die Olympischen Spiele bereits zu sein.

Also hat unser Trainer Jesper Holmris seine Kontakte in Dänemark spielen lassen, und wir haben eine interessante Woche in Aarhus verbracht. Dort bekamen wir kostenfreie Unterkunft und Verpflegung in der Sportschule - vielen Dank noch mal dafür. Wir haben gegen Aarhus, Aalborg, Ringkøbing gespielt und mit Esbjerg trainiert. Leider haben wir alle Spiele, wenn auch knapp, verloren. Gut war, dass alle Spielerinnen in der Woche ihre Einsatzzeiten bekommen und Erfahrung gesammelt haben.

Und für mich gab es ein weiteres Highlight: Ich habe Anna Loerper, meine gute Freundin und alte WG-Partnerin getroffen, ein großer Spaß.

Am Freitag wurde es dann ernst, weil unser Coach für das Testevent in der Olympiahalle 16 von 21 Spielerinnen nominieren musste. Auch wenn ich nicht wirklich um meinen Platz bangen musste, sind diese Entscheidungen immer schwer, und die Spielerinnen, die nicht nominiert sind, trifft das natürlich hart. Besonders mitgefühlt habe ich mit Laura Innes, unserer dritten Torhüterin. Sie ist nach eineinhalb Jahren Verletzungspause wieder fit und hatte eine richtig gute Woche in Dänemark, aber Jesper hat sich für nur zwei Torfrauen entschieden.

Ich freue mich schon riesig auf die Spiele in der Olympiahalle, und mit Österreich und Angola haben wir auch zwei toughe Gegner in unserer Gruppe. Ich bin echt mal gespannt, wie wir abschneiden.

Abseits vom Handball läuft außerdem unser eigenes kleines Business  an: Unsere T-Shirt-Aktion (kleiner Wink für Laura Glaser und den Fab5 hier)!!! Wir haben einen Sponsor, danke PestWest, für Fan-T-Shirts bekommen und dürfen sie ganz offiziell vermarkten, was sich vielleicht sehr einfach anhört, aber wir mussten ganz schön dafür kämpfen. Der Erlös fließt komplett in die Finanzierung unserer Unterkünfte hier in London. Also Handballfans, habt ein Herz für die Underdogs!

See you,
Lyn

Niederlage gegen den Weltmeister als Motivationsschub

Blick aus unserem...
...Hotelzimmer in Montenegro
Danke für die schönen...
...Pässe an den Kreis!!!

24. Oktober 2011

Noch ist etwas von der Euphorie nach dem Russland-Spiel übrig. Wir hatten uns auf einiges eingestellt, aber dass wir das Spiel gegen den Weltmeister über weite Strecken ausgeglichen halten konnten, hätten wir nicht zu träumen gewagt. Nach der ersten Partie der EM-Qualifikation in Montenegro war unser Selbstbewusstsein etwas geschrumpft, obwohl wir auch dort ordentlich gespielt hatten. Zehn Minuten ohne Konzept in der ersten Halbzeit kosteten uns dort jedoch Kopf und Kragen. Für solche Auszeiten sind Mannschaften wie Montenegro individuell zu stark - daher gab es mit 18:34 auch eine hohe Niederlage.

Montenegro, das bei der WM in Brasilien auch Vorrundengegner der deutschen Mannschaft ist, hat eine super Truppe zusammen und ist wohl einer der heißesten Anwärter auf den Titel. Ich war beeindruckt von den technischen Fertigkeiten der Spielerinnen, deren Athletik und Professionalität. Von Überheblichkeit uns gegenüber war nichts zu merken. Die haben von der ersten Minute an konsequent ihr Spiel aufgezogen.

Wieder zurück in Grossbritannien galt unser Fokus natürlich Russland, aber die Videoanalysen bereiteten mir wenig Freude. Russland dominierte fast alle Spiele ab dem Anpfiff. Wir fanden wenig Schwachpunkte, und die physische Überlegenheit war auch nicht zu übersehen. Mir war nur der Satz unserer Teammanagerin Melanie Chowns im Hinterkopf: „As David said to Goliath: They are not too big to hit, they are too big to miss!”

Getreu diesem Motto gingen wir ins Spiel im Crystal Palace National Sport Centre. Zu verlieren hatten wir ja sowieso nichts, aber wir wollten zeigen, welchen Fortschritt wir in London machen, dass Handball ein toller Sport ist, dass es sich lohnt, uns zu unterstützen, und dass wir das größte Kämpferherz von allen Mannschaften haben. Wir erwischten einen guten Start, die Abwehr stand solide, wir Zwerge konnten den Großen ganz schön zusetzen, und im Tor hatten wir eine überragende Sarah Hargreaves.

Da wir sowieso nicht über die riesigen Russinnen werfen konnten, spielte Lynn McCafferty mich einfach durch die Beine der Abwehrspielerinnen am Kreis an. Ein gutes Mittel. In der ersten Halbzeit konnten wir lange mithalten, und das Halbzeitergebnis 10:14 sprach für sich - wir waren zufrieden, der russische Trainer nicht.

In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Probleme, durch die offensive Deckung gegen unsere Mittelspielerin verloren wir Angriffseffektivität. Aber wenigstens stand die Abwehr weiterhin sicher. Mit dem Endergebnis von 16:24 haben wir einen weiteren Schritt Richtung Olympia gemacht. Wir sind auf einem guten Weg, und wir merken, dass sich die harte Arbeit auszahlt. Das Spiel war ein Motivationsschub für mich.

See you,
Lyn

EM-Qualifikation in Montenegro und gegen Russland

Hat schon was so ein Schottenrock, oder? Lynn McCaffertys Mann ausgehfertig zum Olympic Ball
Clara und ich zu alten Leverkusener Zeiten
Towerbridge bei Nacht, auch immer wieder schön

17. Oktober 2011

So: Nun heißt es, die Zähne zusammenzubeißen und durchzuhalten. In dieser Woche beginnt auch für Großbritannien die Qualifikation für die Europameisterschaft 2012. Wir müssen in Montenegro und zu Hause gegen Russland spielen. Dass diese zwei Gegner mehr als eine Nummer zu groß für uns sind, ist ganz klar. Trotzdem versuchen wir natürlich, auch aus diesen Partien alles Positive mitzunehmen. Und wenn man schon mal gegen den Weltmeister spielt, ist Heulen wohl nicht angebracht, oder?

Aber erst gilt unser Augenmerk dem deutschen WM-Vorrundengegner Montenegro. Und das hieß bisher für mich, auch intensiv die Champions League mit den Spielen des montenegrinischen Top-Klubs Buducnost Podgorica zu verfolgen. Für mich ist das ein besonderer Spaß, weil mit Clara Woltering eine gute Freundin von mir dort im Tor steht - und sie spielen zu sehen, ist immer ein riesiger Spaß. Ich weiß genau, warum sie dort auch jetzt schon der absolute Publikumsliebling ist. Leider ist sie aber mit der deutschen Nationalmannschaft unterwegs, wenn wir in ihrer Wahlheimat sind.

In den Spielen gegen Montenegro und Russland wird sich zeigen, wie sehr wir uns individuell und als Team in den vergangenen drei Monaten verbessert haben. Können wir uns ein wenig gegen diese Gegner behaupten, oder ist für uns gar kein Land in Sicht? Ganz wichtig ist, dass unser Kämpferherz deutlich schlägt und dass wir nicht zurückstecken - ganz egal, wie es läuft. Moral ist in diesen Spielen vor allem gefragt. Ich freue mich auf jeden Fall, dass es für uns jetzt richtig los geht: EM-Quali, olympisches Testevent im November - und wenn wir Glück haben, reisen wir im Dezember auch als Zuschauer zur WM nach Brasilien. Das hört sich nach guten Wochen an...

See you,
Lyn

Team Great Britain beim Army Day

29. September 2011

Wenn in Deutschland Teambuilding ansteht, fährt man meistens in einen schönen Hochseilgarten oder wagt sich zum Raften ins Wasser - in Grossbritannien geht man auch in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele zur Armee... Und das auch mit mir, die von Alt-68ern großgezogen wurde und noch nie ein Fan von striktem Gehorsam und Gruppenzwang war.

Dementsprechend kritisch stand ich dem Tag gegenüber. Natürlich waren wir bestens vorbereitet. Unsere Gesichter in Tarnfarben geschminkt und bewaffnet mit Gummischwertern fuhren wir los. Als wir am Bahnhof von zwei Armeebullis abgeholt worden sind, hatte der Oberst, Captain oder wer auch immer nur ein müdes Lächeln für unseren Auftritt übrig. „Na das wird sicherlich ein großes Vergnügen”, dachte ich und sah einem trüben Tag bei strahlendem Sonnenschein entgegen. Aber ich hatte mich geirrt...

Es begann alles mit dem Testprogramm für Leute, die zur Armee wollen. Klimmzüge, Heben von 40 Kilogramm, Tragen von 40 Kilogramm über 150 Meter. Der Drillinstruktor hatte uns fest im Griff, und nach einem knackigem Aufwärmen ging es los. Dank unseres Fitnesscoaches und seiner Vorliebe für tiefe Kniebeugen konnten wir über das Heben und Ablegen von 40 Kilogramm nur müde lächeln und hatten somit die ersten Pluspunkte gesammelt. Auch bei den anderen Test sahen wir ziemlich gut aus. Ein guter Start. Der militärische Ton war etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch sehr unterhaltsam: Arme verschränkt zehn Liegestütz, in die falsche Richtung geguckt wieder zehn Liegestütz und so weiter. Unser Trainer hatte sein größtes Vergnügen zu sehen, wie sein Hühnerhaufen auf einmal parierte.

Dann versuchten wir zu marschieren, was in einem unkoordinierten Haufen endete. Wir hatten Spaß und lachten uns tot, die Offiziere konnten sich das Lächeln auch nicht immer verkneifen. Dann durften wir auf eine Leinwand schießen, und danach haben wir unser Essen (das gleiche, was die britischen Truppen bekommen) selbst zubereitet. Mit Feuer machen und allem, was dazu gehört.

Nach dieser Stärkung ging es zum eigentlichen Teambuilding. In Siebenergruppen mussten wir verschiedene Aufgaben lösen, natürlich mit körperlichen Herausforderungen, Strategie, Geschick und Geduld. Dabei war vor allem gute Kommunikation gefordert, und so manches stilles Persönchen entwickelte sich hier zum Leader. Zum Abschluss sind wir dann noch ein wenig geklettert... das war dann so wie in Deutschland.

See you,
Lyn

Medieninteresse und schottisches Blut

20. September 2011

Das war eine Überraschung: Die Daily Mail hat heute einen interessanten Artikel über unser Team herausgebracht. Nach dem Motto: Wer an den Olympischen Spielen teilnehmen will, soll doch einfach mal im Training vorbei schauen - egal, ob Handballerfahrung vorhanden ist oder nicht. Unser Team wird dargestellt, als ob wir eine Spasstruppe wären, die aus ein paar Ausländern besteht, die irgendwie mit dem Ball werfen.

Das ist echt eine Unverschämtheit und hat mit Journalismus nichts zu tun. Nichts davon, dass wir unser Leben in London selbst finanzieren, dass wir neun- bis elfmal die Woche trainieren, dass die meisten seit ihrer Jugend Handball spielen und dass wir alles dafür tun bei Olympia konkurrenzfähig zu sein. Und nicht zu vergessen, dass wir alle einen Britischen Pass haben, weil er uns zusteht.

Aber davon lassen wir uns nicht beirren und arbeiten nur noch härter, und jeder dieser Journalisten ist herzlich willkommen, bei uns mitzutrainieren, um zu sehen, wie „easy-peasy” das hier ist.

Damit ihr aber etwas mehr über mein Team erfahrt, stelle ich Euch jedes mal nun eine Spielerin vor. Fangen wir mit unserem Captain Lynn McCafferty an. Sie ist 32, also eine von den erfahrenen Spielerinnen, und spielt seit ihrer Jugend Handball. Lynn ist Schottin und hat die letzten Jahre in Dänemark, Norwegen und Südtirol gespielt. Unsere Spielmacherin ist eine Vorzeigeathletin, die niemals auf Training verzichten würde. Wenn ich mal down bin oder meine Knochen spüre, weiß ich, dass ich auf Motivation von ihr bauen kann. Mit ihr zusammen bilden ich den Mittelblock unserer Abwehr - und mit schottischem Blut ist da nicht zu spaßen.

Mehr zu Lynn übrigens unter www.lynn-mccafferty.com

See you,
Lyn

Bath, Brighton und Themse

9. September 2011

Meine freie Woche ist schon lange vorbei, und ich habe noch gar nicht berichtet. Wie schon erwähnt, wollte ich mir die nähere Umgebung Londons anschauen.

Angefangen habe ich mit Bath, eine Stadt im Westen Englands. Sie ist berühmt für ihre römischen Bäder, errichtet auf den einzigen heißen Quellen Englands. Seit der Zeit Elisabeth I. entwickelte sich Bath immer mehr zum Kurort der wohlhabenden Bevölkerung. Daher gibt es noch viele historische Gebäude, das bekannteste ist wohl der Royal Cresent. Bath ist von der Unesco als Weltkulturerbe eingestuft.

In dieser kleinen Stadt gibt es soviel Historisches zu erkunden, tolle Gebäude zu bestaunen, und man kann praktisch in den Fußstapfen der alten Römern wandern. Ein großer Spaß.

Mittwoch ging es dann nach Brighton, einem alten Seebad nur eine Stunde von London entfernt. Während in deutschen Seebädern die doch meist älteren Touristen die Ruhe und das Rauschen des Meeres auf den Seebrücken genießen, wird am Brighton Pier der Spaßfaktor für die ganze Familie zelebriert. Es gibt einen kleinen Rummel am Ende des Piers, und man kann überall verrückte Spiele ausprobieren.

Am Anfang war ich da sehr skeptisch, als ich die Karussells gesehen habe und es überall blinkte und flimmerte - aber es war ein großer Spaß. Man fühlte sich ein wenig in der Zeit zurück versetzt, weil so ganz modern ist das alles halt auch nicht.

Auch sonst hat Brighton einen hohen Unterhaltungswert: Es gibt schöne Pubs, auch direkt am Strand, kleine Gässchen mit tollen Shops, gute und vielseitige Restaurants und einen orientalisch angehauchten Palast. Für die wenigen Sonnentage in London auf jeden Fall ein Muss!

Samstag gab es dann nur einen ausgedehnten Spaziergang  an der Themse. Zum ersten Mal ist mir hier der Wechsel von Ebbe und Flut richtig aufgefallen. Unglaublich tolle Wohngegenden gibt es an der Themse - das wäre was für mich nach meinem Lottogewinn. Und träumen darf man ja wohl.

Na, und dann ging es am vergangenen Montag wieder mit dem Training los. Jetzt wird der Schwerpunkt auf Ausdauer gelegt, nachdem wir vorher versucht haben, mehr im Kraftaufbau zu arbeiten. Das heißt wohl rennen, rennen, rennen... Heute habe ich den Laktat- und VO2-Max-Test gut überstanden. Getreu dem Motto: Was uns nicht umbringt, macht uns stark! Und es gibt noch viel zu tun in 322 Tagen bis zum Beginn der Olympischen Spiele.

See you,
Lyn

Drei Tage mit dem Team Great Britain in Marseille

1. September 2011

Drei Tage, drei Spiele inklusive An- und Abreise: Unser Trip nach Südfrankreich war straff durchgeplant. Nach den dünnen Sommertagen hier in London war es sehr schön, dass uns in Marseille die Sonne auf die Nase geschienen ist. Endlich das Gefühl, dass der Sommer noch nicht gestorben ist.

Das erste Spiel gegen Plan de Cuques, einen Zweitligisten, haben wir gewonnen. Da haben wir uns allerdings sehr schwer getan, die anderen zwei Spiele gegen Nimes und Toulon gingen verloren. Insgesamt können wir jedoch mit unserem Auftritt zufrieden sein. Man merkt uns jedoch an, dass uns - wenn wir gegen Top-Spielerinnen antreten - die individuelle Stärke und körperliche Präsens immer noch fehlen. Aber jedes Spiel ist auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2012 ein weiterer Schritt nach vorn, und Erfahrungen kann unser junges Team nicht genug sammeln.

Außerdem: Ein kurzer Trip nach Marseille inklusive eines Sprungs ins Meer - was will man mehr?

Diese Woche ist eine Handball-freie Woche. Für mich bedeutet das: Es gibt wieder Zeit für Erkundungen. Auf dem Plan stehen Bath und Brighton, zwei schöne Städtchen in der Nähe Londons. Ich werde euch berichten, was es zu entdecken gibt, und dazwischen heißt es natürlich Squats and Lunges (siehe 17. Juli), aber ich gewöhne mich langsam daran - und meine Oberschenkel auch.

See you,
Lyn

A walk in the park

26. August 2011

Da die letzten Tage etwas ruhiger waren, hatte ich ein wenig mehr Zeit, London zu erkunden. Leider ist das Wetter zur Zeit, wie man es in England erwartet: nass. Aber am Sonntag hat sich doch mal die Sonne durchgesetzt, und ich hab mich auf den Weg Richtung Kensington Garden gemacht. Die Parks in London sind echt umwerfend und top gepflegt. Da ist immer etwas los, aber es gibt genug Platz, um in Ruhe ein Buch zu lesen oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Eine Stunde durchs Grün zu laufen, ist gar kein Problem, denn die Parks sind riesig. Und wenn einer nicht ausreichen sollte, kann man sich natürlich den nächsten aussuchen.

Musiker kann man finden oder Tretboot fahren, den Palast beschauen, in dem Prinzessin Diana gewohnt hat, oder gepflegt einen Tee trinken. Die Auswahl an Aktivitäten ist groß. Mir persönlich tat es gut, mal aus dem kleinen Handball-Mikrokosmos rauszukommen und ein wenig für mich zu sein. Ziemlich entspannend war das alles.

Und da ich jetzt in der Modemetropole wohne, konnte ich es natürlich nicht abwarten, mich beim Friseur neu stylen zu lassen, und war beim Klassiker Vidal Sasoon in Covent Garden. Mir gefällt das Ergebnis außerordentlich gut - terrific, wie man hier sagt. Manchmal fühle ich mich jetzt schon wie eine kleine Londonerin. Aber bei jedem Gespräch kommt die Frage auf, woher ich komme. An meinem Akzent muss ich wohl noch arbeiten.

Am Mittwoch hatten wir übrigens  erneut die Gelegenheit, in der Olympiahalle zu trainieren. Das war wieder ein schönes Erlebnis. Die Sicherheitsvorkehrungen sind groß, aber jetzt sind wir mit Handabdruck und allem, was sonst dazu gehört, alle registriert. Fürs nächste Mal sollten also keine zwei Stunden Vorbereitungszeit mehr nötig sein, denn das ist ermüdend.

Der Olympiapark wächst, und das Radstadion und das Schwimmcenter gefallen mir vom Design bisher am besten. Es schön, hier immer wieder etwas Neues zu entdecken und zu sehen, dass der Park immer mehr an Gestalt gewinnt.

An diesem Freitag geht´s nach Marseille, wo wir drei Spiele gegen Klubteams bestreiten. Mal schauen, wie wir uns schlagen. Freue mich auf interessante Spiele und auf Sonne.

See you
Lyn

Ein paar ruhige Tage...

16. August 2011

Nachdem wir nochmals Spiele gegen Klubteams aus Frankreich hatten, sind wir wieder in Crystal Palace angekommen. Unglaublich, was hier in London los war. Ein Hauptpunkt der Krawalle, Croydon, ist nur wenige Kilometer von uns entfernt. Dort hat es lichterloh gebrannt, und die Zerstörungen sind noch überall sichtbar. Erschreckend - viel mehr fällt mir dazu nicht ein, man ist sprachlos.

Trotz alledem geht der Alltag einfach weiter, und für die nächsten zwei Wochen ist normales Training angesagt. Ein Team aus Belgien wird mit uns trainieren und auch zweimal gegen uns spielen. Mal sehen, was das für ein Niveau sein wird.

Für mich heißt das alles, jetzt erstmal die Zeit zu nutzen und auf Job- und Sponsorensuche zu gehen.

Die Unterstützung durch den britischen Handballverband ist nicht so hoch, dass sie alle Kosten deckt, und zur Zeit lebe ich von meinen Ersparnissen. Kurzum: Ich brauche eine Lösung und bin guter Dinge, dass sich etwas ergibt. Für jede Idee oder jeden Kontakt bin ich natürlich dankbar.

Sonst habe ich mir vorgenommen, weiter London zu erkunden. Alles rund um Covent Garden ist für Mittwoch geplant, und Sonntag geht es zum Blumenmarkt - da muss ich früh auf den Beinen sein.

Ich werde Euch weiter berichten,
Lyn

Roadtrip No. 1

9. August 2011

Letzte Woche startete der erste Roadtrip der britischen Nationalmannschaft. Los ging es am vergangenen Mittwoch - früh morgens im vollgepackten 17er-Bus. Da unser Budget bekanntlich nicht das Größte ist und unsere Co-Trainerin einen Busführerschein besitzt, war dies die preiswerteste und unbequemste, aber vielleicht auch spaßigste Lösung. Jeder Platz besetzt und eingepfercht zwischen Taschen ging es dann erstmal nach Frankreich, um in Rouen gegen Japan zu spielen.

Etwas überraschend gewannen wir das erste Spiel mit konsequenter Abwehrarbeit und gutem Tempospiel. Leider konnten wir unsere gute Leistung nicht wiederholen und verloren dann aufgrund einer schlechten ersten Halbzeit den zweiten Vergleich auch deutlich.

Dann ging es weiter zum Stelioplast-Cup nach Wittlich, für mich also fast nach Hause. Das war nochmals eine Tour von acht Stunden. Puuuh.

Wie erwartet war das Turnier mal wieder ein voller Erfolg: Die Organisation war gewohnt perfekt, und für uns gab es die Möglichkeit, uns mit europäischen Top-Teams zu messen, meine alte Mannschaft Bayer Leverkusen natürlich eingeschlossen.

Auch wenn wir noch weit entfernt sind von Teams wie Larvik, Leipzig oder Leverkusen, war es für eine gute Standortbestimmung und für viele aus unserem Team auch die erste Möglichkeit, gegen Handballstars zu spielen - auch wenn manche erst nach zehn Minuten Spielzeit erkannten, dass eine ehemalige Welthandballerin vor ihnen stand.

Schön war es, all die alten Teamkolleginnen zu treffen und zu quatschen. Und natürlich war die Stimmung, auch aufgrund der mitgereisten Leipzig-Fans, mal wieder hervorragend. Insgesamt also ein durchweg positves Ergebnis.

Ja, und jetzt sitze ich gerade in London. Crystal Palace wird gesperrt, weil die Randalebrüder nun hier Halt machen. Eine ziemlich beunruhigende Situation. Es ist doch immer wieder erschütternd, wie wenig Respekt manche Menschen vor anderer Leute Hab und Gut und Unversehrtheit haben. Ich hoffe, die Polizei bekommt die Krawalle bald unter Kontrolle...

Melde mich wieder mit Neuigkeiten,
Lyn

Noch ein Jahr...

27. Juli 2011

366 Tage. Am 27. Juli 2012 ist die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Langsam lohnt es sich rückwärts zu zählen. Wir (Lynn McCafferty, Yvonne Leuthold und ich) sind natürlich zum Trafalgar Square gefahren und haben ein Foto mit der großen Countdownuhr gemacht. In diesen Momenten wird mir immer wieder bewusst, was für ein großes Glück ich habe.

Sonst bin ich gut wieder in London gelandet - es hat sich schon ein bisschen wie nach Hause zu fahren angefühlt. Der Trainingsauftakt war auch gelungen. Im August stößt unsere französische und norwegische Fraktion zum Projekt „Homecoming”, dann sind wir tatsächlich 18 Spielerinnen hier. Ach, und natürlich habe ich heute wieder 60 Squats gemacht. Hoffentlich gibt das wenigstens einen perfekten Hintern...

See you,
Lyn

Squats and Lunges

17. Juli 2011

Ein Tag ohne Squats (Kniebeugen) und Lunges (Ausfallschritte) ist ein verlorener Tag! Das ist wohl die Philosophie unseres Fitness Coachs Lee Ottey, und das habe ich gut zu spüren bekommen. Die Umstellung von fünf auf neun Mal Training die Woche war nicht so ohne - mit Muskelkater und akutem Schlafbedürfnis als Nebenwirkungen. Aber jetzt, nach vier Wochen, bin ich voll drin, und es macht richtig Spaß, sich mal nur auf Handball konzentrieren zu können.

Ein Highlight hatten wir auch schon: Wir durften in der Olympiahalle trainieren. Das war ein ziemlich beeindruckendes Ereignis. Der Olympiapark ist natürlich noch eine riesige Baustelle, aber die Handballhalle ist fast zu hundert Prozent fertiggestellt. Ein Jahr noch, und dann geht's hier richtig zur Sache! Die Tickest sollen ja auch schon ausverkauft sein. Die Vorfreude wächst, und die Motivation ist natürlich wieder ein wenig mehr angestachelt. Und wenn ich 5000 Lunges am Tag mache - mir egal.

Aber jetzt ist erst mal Urlaub. Zwei Wochen Deutschlandaufenthalt. Nochmal die Familie besuchen, meinem Freund für ein halbes Jahr Tschüss sagen, denn der wird für sechs Monate auf der AIDA arbeiten. Zudem werde ich unsere Leverkusener Torfrau Clara Woltering noch verabschieden, bevor sie spannende Reise zu Budocnost Podgorica nach Montenegro beginnt. Und ich werde versuchen, möglichst viele Freunde zu treffen.

Ach ja, die täglichen Squats and Lunges darf ich auch nicht vergessen. Also ich habe viel vor, bevor es am 25. Juli wieder auf die Insel geht. Der August ist dann voll gepackt mit Turnieren: Wir starten eine kleine Europatournee und werden auch in Deutschland beim Turnier in Wittlich vorbeischauen. Darauf freue ich mich besonders, und vielleicht sehe ich ein paar von Euch dort.

See you,
Lyn

Feinkost in London

21. Juni 2011

Jetzt bin ich genau 408 Tage vor den Olympischen Spielen 2012 in London angekommen. Um möglichst viele Dinge mitnehmen zu können, bin ich mit dem Wohnmobil und tatkräftiger Unterstützung meiner Eltern umgezogen. Die Fährüberfahrt von Calais nach Dover war bilderbuchreif bei glatter See und Sonnenschein. Meine Hausmitbewohnerinnen, Lynn McCafferty und Yvonne Leuthold, sind schon vorher angereist und konnten mich somit herzlich in Empfang nehmen.

So weit, so gut. Jetzt geht´s also richtig los. Olympia ist noch ein Stück näher gerückt. Einer meiner ersten Ausflüge ging dann auch direkt Richtung Olympic Park, um mal zu sehen, wie es da ausschaut. Ich kann noch nicht richtig glauben, dass ich in das Stadion einmarschieren darf. Aber bis dahin liegt noch jede Menge Schweiß und harte Arbeit vor mir. Wir Briten haben uns einiges vorgenommen, um bei den Olympischen Spielen im Handball überraschen zu können.

Die Zielsetzung ist hoch, aber so motiviert war ich in meiner nun 21-jährigen Karriere auch noch nie. Ich will es jetzt nochmal wissen: Wie weit kannst du noch kommen, und wie viel besser kannst du noch werden? Das sind die Fragen, die ich mir beantworten werde.

Ich wohne in Crystal Palace im Süden Londons. Hier stand mal ein riesiger Glaspalast zur Weltausstellung, der leider 1936 abgebrannt ist, deswegen der Name. Wir haben hier ein kleines Häuschen mitten in einem riesigem Sportpark. In Sachen Ausstattung und Sportanlagen wird es uns an nichts mangeln, aber abends sagen sich hier im wahrsten Sinne des Wortes Fuchs und Hase „Gute Nacht”.

Eigentlich sollten wir Ende Juni in der Olympic Handball Arena spielen, aber aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen wurde das leider noch nichts. Spätestens im November findet dort jedoch mit uns ein großes Turnier statt. Noch ist alles sehr aufregend und neu, und dass London andere Dimensionen als Köln hat, merkt man sofort. Aber bis zum Zentrum brauche ich mit der Bahn nur 30 Minuten. Da kann man sich nicht beschweren. Einen Abstecher zum „Old Spitalfield Market” haben ich schon gemacht. Was es da für Sachen gibt, unglaublich! Und dass man in London nicht gut essen kann, ist ein Gerücht.

 

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