Die Nationalspielerinnen Lyn Byl und Anna Loerper über ihre Wohngemeinschaft, deutsch-britisches Kochen, Meisterschaften und die Olympischen Spiele
Von Uli Hartmann
Die deutsche Nationalspielerin Anna Loerper, 26, spielt seit 2003 für den TSV Bayer 04 Leverkusen und studiert Sportökonomie-Management an der Sporthochschule in Köln. Ihre Diplomarbeit schreibt sie über den „Professionalisierungsgrad der Frauenhandball-Bundesliga”. Die britische Nationalspielerin Lyn Byl, 31, ist 2005 wieder in Leverkusen gelandet und arbeitet an 15 Tagen im Monat als Physiotherapeutin. Seit August wohnen die beiden Freundinnen zusammen in Köln, doch die Tage der Wohngemeinschaft sind gezählt. Loerper zieht es zu einem Klub ins Ausland, Byl nach London. Wenn sie Glück haben, sehen sie sich 2012 bei Olympia wieder.
alle Fotos: Heinz J. Zaunbrecher
HM: Die Wohngemeinschaft, die erst seit einem halben Jahr besteht, wird also schon wieder aufgelöst?
Byl: Wir wussten schon, dass es vielleicht nur für die elf Monate sein würde, aber wir wollten unbedingt noch für dieses eine Jahr zusammen nach Köln. Deshalb haben wir uns trotzdem für die WG entschieden.
HM: Leverkusen wäre nicht gegangen?
Byl: Auf keinen Fall.
Loerper: Ich habe seit 2004 da gewohnt, seit ich an der Sporthochschule studiere, und ich ärgere mich manchmal, dass ich nicht schon früher nach Köln gezogen bin.
HM: Wird denn auch schön zusammen gekocht?
Byl: Ich bin nicht der große Koch. Wenn gekocht wird, macht Anna das. Ich bin mehr für die Schnippelarbeit zuständig. Wir haben aber oft Besuch und kochen dann alle zusammen hier in der Wohnküche.
Loerper: Ich koche querbeet. Hab’ ich von meiner Mama gelernt.
Byl: Ich hab’s auch von meiner Mama. Die ist Britin, die kann auch nicht kochen…
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