
14.01.2012 - EURO, Nationalmannschaft
Mit 15 Spielern geht Bundestrainer Martin Heuberger die Europameisterschaft in Serbien an. „Das Risiko, nicht mehr reagieren zu können, wenn sich ein Spieler verletzt, erschien mir und meinem Co-Trainer Frank Carstens zu hoch. Deshalb haben wir uns entschlossen, Martin Strobel in Reserve zu nehmen”, sagte Heuberger. „Er wird hier bei der Mannschaft bleiben, mittrainieren und kann weiter auf seinen EM-Einsatz hoffen.” Dies sei keine Entscheidung gegen Strobel, er habe gut trainiert und hätte sich einen Einsatz von Beginn an verdient. Heuberger: „Aber die Regularien lassen das nicht zu. Wir können den Kader nicht so frühzeitig zumachen.”
Mit Michael Haaß und dem vielseitigen Sven-Sören Christophersen hat der Trainer noch zwei Spieler für die mittlere Rückraumposition im Kader. „Für jeden Spieler ist eine solche Entscheidung hart”, sagte der Lemgoer Martin Strobel. „Ich muss diese Entscheidung akzeptieren und hoffen, dass ich irgendwann bei dieser EM noch meine Chance bekomme.”
Laut Reglement der Europäischen Handball-Föderation dürfen alle teilnehmenden Nationen bei dieser EM nach der Vorrunde zwei Spieler austauschen und nach der Hauptrunde noch einen Spieler. Die neu nominierten Akteure müssen allesamt aus dem 28er-Kader stammen, der am 14. Dezember vorigen Jahres gemeldet wurde. „Hätte man nach jedem Spiel nachnominieren dürfen, wären wir hier von Anfang an mit 16 Mann angetreten“, erklärt Heuberger. „Aber wenn sich zum Beispiel einer der beiden Torhüter im Laufe des ersten Spiels verletzt, muss man die beiden restlichen Vorrundenspiele mit nur einem Schlussmann auskommen. Durch die Offenhaltung des 16. Mannes haben wir zudem die Gelegenheit, zu reagieren, wenn jemand auf einer anderen Position ausfallen sollte. Von Deutschland bis nach Belgrad sind es nicht einmal zwei Flugstunden, da kann man kurzfristig handeln.”
Auch Dänemark Trainer Ulrik Wilbek nutzt diesen Trick 15.
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