Linkshänder Holger Glandorf und Torwart Silvio Heinevetter. - Foto: picture-alliance

17.01.2012 - EURO, Nationalmannschaft

Glandorf: Für uns ist jetzt wieder alles möglich

Er hatte alles gegeben, zwei Tore zum deutschen 24:23-Erfolg gegen Mazedonien beigetragen und in der Deckung Schwerstarbeit geleistet. Als das Spiel vorüber war, war Holger Glandorf erschöpft, aber hochzufrieden

Denn seit dem Schlusspfiff am Dienstagabend hat die so wichtige Europameisterschaft in Serbien auch aus deutscher Sicht wieder eine Perspektive. Der Mann von der SG Flensburg-Handewitt sprach mit dem HM über das Spiel, die Atmosphäre in Nis und den nächsten Gegner.

HM: Mit dem 24:23 gegen Mazedonien hat die DHB-Auswahl endlich den ersten EM-Sieg bei dem Turnier in Serbien einfahren können. Das beruhigt die Nerven, nicht wahr?
Glandorf: Natürlich. Es war ungeheuer wichtig, dass wir von Anfang an dabei waren und nicht wieder einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Alle haben sich voll reingehängt, in den entscheidenden Situationen einen kühlen Kopf bewahrt und mit Wille und Emotion das Ding für uns entschieden.

HM: Und die hitzige Atmosphäre in der Halle? Haben Ihnen die 4000 mazedonischen Fans keine Probleme bereitet?
Glandorf: Überhaupt nicht. Ich mag das gern. Ich möchte an dieser Stelle mal ein Kompliment an diese Fans loswerden. Die sind - ein paar ganz wenige Ausnahmen gibt es immer - super ethusiastisch, aber auch fair.

HM: Also hat Sie die Stimmung eher noch beflügelt.
Glandorf: Das hat einfach riesig Spaß gemacht heute. Und wenn du dann auch noch gewinnst, ist alles gut.

HM: Der nächste Gegner in der Vorrunde heißt Schweden. Das war bereits bei der EM in Österreich das letzte und entscheidende Spiel um den Einzug in die nächste Runde. Damals gewannen Sie - ist das ein gutes Omen?
Glandorf: Hoffentlich, denn da habe ich damals ein gutes Spiel gemacht. Aber im Ernst: Für diese Begegnung ist wieder alles offen. Erst einmal ist es gut, dass wir wieder dabei sind und für uns jetzt wieder alles möglich ist.

HM: Aber Sie denken doch schon an das nächste Spiel, oder?
Glandorf: Momentan denke ich an gar kein Spiel. Aber wenn Sie eine Antwort wollen, sage ich Ihnen, dass die Schweden eine junge und starke Truppe haben und dass das Spiel hart, aber auch hochinteressant zu werden verspricht.

Arnulf Beckmann

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