
17.01.2012 - EURO, Nationalmannschaft
Was war das für ein Nervenspiel: Mit 24:23 (12:12) haben die deutschen Handballer am Dienstag in Nis gegen Mazedonien gewonnen, bleiben nach zwei Spielen der EURO-Vorrunde weiter aussichtsreich im Turnier - und wendeten das Szenario eines vorzeitigen Ausscheidens ab
Die Torhüter Carsten Lichtlein und Silvio Heinevetter gaben in der hitzigen Atmosphäre der von mazedonischen Fans dominierten Halle Cair den Ausschlag. „Wir haben gehofft, endlich ein Ausrufezeichen setzen zu können”, sagte Lars Kaufmann, mit sechs Toren bester deutscher Werfer. „Das war ein extrem hartes Spiel. Die Halle war voll gegen uns - daher ist der Sieg noch wertvoller.”
Am Donnerstag spielt das DHB-Team gegen Rekord-Europameister Schweden - die ARD überträgt ab 18 Uhr live. Die besten drei Teams der Vor- erreichen die Hauptrunde. Das erste Spiel hatte Deutschland am Sonntag gegen Tschechien mit 24:27 verloren.
„Ich kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen”, sagte Heuberger. „Die Situation war alles andere als einfach. Wir haben gekämpft und gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind. Darauf können wir wirklich stolz sein. Jetzt müssen wir uns auf Schweden konzentrieren.”
Im Vergleich zum Auftaktspiel gegen Tschechien änderte Heuberger seine Startaufstellung auf zwei Positionen: Lars Kaufmann begann für Kapitän Pascal Hens im linken Rückraum, Carsten Lichtlein stand für Silvio Heinevetter im Tor. Zudem wählte der Bundestrainer eine 6:0-Abwehr.
Richtig gut kam das Team ins Spiel, führte mit Wucht (Kaufmann und Glandorf) und Tempo (Groetzki) flott mit 3:0 - nur ließ sich Mazedonien davon nicht beeindrucken. Linkshänder Kiril Lazarov traf nicht nur selbst, er knackte auch immer wieder im Zusammenspiel mit Kreisläufer Stojanche Stoilov die deutsche Defensive. All das führte aus Sicht der DHB-Auswahl nach 16 Minuten zum ersten Rückstand.
Selbst eine doppelte Überzahl half nicht, um die Lage zu entspannen - im Gegenteil: Immer wieder schufen Lazarov und Stoilov gefährliche Situationen, und immer wieder war es Lichtlein, der Lazarov bereits einen Siebenmeter abgenommen hatte und seiner Mannschaft konstant den Rücken freihielt. Kaufmann und Theuerkauf holten die Führung zurück, und nach Pfahls 10:9 passte Mazedoniens Torwart Petr Angelov direkt auf Theuerkauf - 11:9. Aber auch der Vorsprung löste sich wieder auf.
Mit drei Toren in Folge zum 17:15 (40.) setzte Mazedonien die deutsche Mannschaft unter Hochdruck. Als Roggisch seine dritte Zeitstrafe bekam und Gensheimer einen Gegenstoß vergab, hatte der Gegner das Momentum auf seiner Seite. Für die Big Points in den letzten Minuten waren wieder zwei eingewechselte Spieler zuständig: Kreisläufer Patrick Wiencek vollstreckte zum 21:21 und 23:23, Torwart Silvio Heinevetter hielt einen Siebenmeter gegen Lazarov und vereitelte einen Gegenstoß. 67 Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Gensheimer den Siegtreffer - Lazarovs leztzter Wurf donnerte an die Latte.
Mazedonien - Deutschland 23:24 (12:12)
Mazedonien: Ristovski, Angelov; Manaskov (2), Stoilov (6), Alushovski (1), K. Lazarov (7/2), Mitkov, Jonovski, Angelovski (2), Temelkov, Mirkulovski (1), Markoski, Z. Mojsoski, N. Mojsoski (4), Dimovski, F. Lazarov
Deutschland: Heinevetter, Lichtlein; Hens, Gensheimer (3/1), Roggisch, Klein, Pfahl (2), Wiencek (2), Theuerkauf (3), Glandorf (2), Christophersen (2), Groetzki (1), Sprenger (2), Kaufmann (6), Haaß (1)
Schiedsrichter: Leifsson/Palsson (Island). - Zuschauer: 4500. - Siebenmeter: 4/2:1/1 (Lichtlein und Heinevetter halten gegen K. Lazarov). - Zeitstrafen: 8:14 Minuten (Jonovski/zwei, Markoski, Temelkov - Roggisch/drei, Kaufmann/zwei, Klein, Haaß). - Rote Karte: Roggisch (50./dritte Zeitstrafe). - Spielfilm: 0:3 (4.), 3:3 (7.), 4:5 (11.), 7:6 (16.), 8:9 (23.), 9:11 (26.), 11:11 (28.), 11:12 (29.), 12:12 - 12:13 (32.), 14:13 (33.), 14:15 (37.), 17:15 (40.), 17:17 (42.), 19:20 (50.), 21:20 (53.), 23:22 (57.), 23:24 (59.).
Berlin etabliert sich an der Bundesligaspitze
Das Jagen ist der Füchse Lust
Pascal Hens über den Umgang mit Krisen
„Ich war und bin ein Teamplayer”
Von Vicha über Thiel bis zu Omeyer
Torhüterstars aus fünf Jahrzehnten
Auf dem Weg ins Finale der Champions League düpiert die Montenegrinerin Bojana Popovic eine alte Gefährtin
Natürlich gibt es HM - Das Handball-Magazin im gut sortierten Zeitschriftenhandel, doch der einfachste und schnellste Weg, regelmäßig die besten Seiten des Handballs ins Haus zu bekommen, ist ein Abonnement.
Wir bieten Ihnen verschiedene Möglichkeiten - und denken dabei auch an Freunde, Bekannte und Ihren Verein.
