Bitte kein Bier nach dem Spiel: Oliver Roggisch. - Foto: Sascha Klahn

18.01.2012 - EURO, Nationalmannschaft

Roggisch: Ich will den Mund jetzt nicht zu voll nehmen

Auch wenn die deutsche Nationalmannschaft gedanklich bereits voll auf das Schweden-Spiel (Donnerstag, ab 18 Uhr live in der ARD) ausgerichtet ist, blickt Oliver Roggisch noch gern auf das Erfolgserlebnis gegen Mazedonien zurück

Der 24:23-Sieg war so immens wichtig, um im Turnier zu bleiben. Jetzt hat die Mannschaft sogar noch die Chance, Gruppensieger zu werden und mit einer makellosen Bilanz von 4:0 Punkten in die Hauptrunde der Europameisterschaft einzuziehen. Voraussetzung dafür aber wäre ein Sieg gegen Schweden bei einer gleichzeitigen Niederlage der Tschechen gegen Mazedonien. Das HM sprach am Mittwoch in Nis mit dem Abwehrstrategen der Rhein-Neckar Löwen.

HM: Das Spiel gegen Mazedonien war ungeheuer hart. Steckt Ihnen das am Tag danach noch in den Knochen?
Roggisch: Das Spiel war tatsächlich hart, aber keineswegs unfair. Wir haben großartig dagegen gehalten und uns auch von dieser wahnsinnigen Kulisse nicht nervös machen lassen Schade nur, dass neben den 99,5 Prozent tollen Fans auch immer wieder 0,5 Prozent darunter sind, die für Chaos sorgen.

HM: Wie schlimm war das?
Roggisch: Dass da ständig Feuerzeuge und Münzen auf das Spielfeld flogen, hat ja jeder, der in der Halle war, unmittelbar mitbekommen. Aber ein paar haben auch unseren Mannschaftsbus bespuckt, als wir vor die Halle vorfuhren.

HM: Das scheint Sie aber nur um so heißer gemacht zu haben…
Roggisch: Etwas Geileres gibt’s doch nicht, als dass die Halle kocht, alle gegen Dich sind - und am Ende gewinnst Du mit einem Tor. Das sind Erfolgserlebnisse, die uns weiterhelfen. Gestern hat alles gepasst, und jeder einzelne hat gezeigt, dass er zu Recht Nationalspieler ist. Offensichtlich gibt es doch noch einen deutschen Handball-Gott.

HM: Gab es nach dem Spiel auch das wohlverdiente Bier?
Roggisch: Für diejenigen, die Bier trinken, sicher. Ich hingegen achte auf meine Ernährung und trinke deshalb kein Bier.

HM: Was darf denn nun von der deutschen Mannschaft erwartet werden?
Roggisch: Ich will den Mund jetzt nicht zu voll nehmen. Die Mannschaft ist für jede Form von Überraschung gut - sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Aber wir haben es nun wieder selbst in Hand, diese Europameisterschaft erfolgreich zu gestalten.

Arnulf Beckmann

Bookmark and Share
  • HM

    Berlin etabliert sich an der Bundesligaspitze
    Das Jagen ist der Füchse Lust

    Pascal Hens über den Umgang mit Krisen
    „Ich war und bin ein Teamplayer”

    Von Vicha über Thiel bis zu Omeyer
    Torhüterstars aus fünf Jahrzehnten

    » HM-Newsletter

  • Auf dem Weg ins Finale der Champions League düpiert die Montenegrinerin Bojana Popovic eine alte Gefährtin

    » HM-Newsletter

  • Natürlich gibt es HM - Das Handball-Magazin im gut sortierten Zeitschriftenhandel, doch der einfachste und schnellste Weg, regelmäßig die besten Seiten des Handballs ins Haus zu bekommen, ist ein Abonnement.

    Wir bieten Ihnen verschiedene Möglichkeiten - und denken dabei auch an Freunde, Bekannte und Ihren Verein.

    Weitere Informationen

handballtraining junior

TV-Hinweis Champions League

TV-Hinweis Liga und Pokal

Handball Gezwitscher

loading tweets