Dirk Beuchler. - Foto: Sascha Klahn

06.02.2012 - Bundesliga, HM

Dirk Beuchler: Leben für den Erfolg

Mit dem jungen Trainer sind die Arbeit und das Bodenständige zum TBV Lemgo zurückgekehrt. Der 40-Jährige hat eine bewegte Karriere hinter sich: Erst prägte ihn Wallau, dann die Lehre in Spanien

Amedeo Cannetti muss aufpassen. Wenn er die Männer des TBV Lemgo mit Reiseproviant versorgt, dürfen die Speisen weiterhin lecker sein, aber sie müssen in den großen Plan passen. Spaghetti Carbonara sind out - der schwerverdaulichen Pilze wegen, der Kuchen für die Auswärtsfahrt muss trocken sein und, und, und. Auch Cannetti, Chef der Pizzeria Vesuvio, spürt, dass sich die Zeiten geändert haben. Penibel spricht der Neue mit ihm ab, was der Stammitaliener für die Handballprofis auftischt. Dirk Beuchler sagt: „Es ist stressig als junger Neuling. Ich muss alles kontrollieren und schauen, wie was abläuft.”

Seit Juli 2011 trainiert Beuchler den TBV Lemgo. Als 40-Jähriger ist er nicht mehr besonders jung, er spielte nie in der Nationalmannschaft und war jahrelang im Ausland verschwunden: So einer wird erst einmal skeptisch beäugt, wenn er wieder in der Bundesliga auftaucht - erst recht, wenn er eine Geschichte mitbringt, die nicht hübsch aufpoliert ist.

Beuchler ist ein Kind der ebenso großen wie wilden Zeit der SG Wallau/Massenheim, in der die Tage oft spät begannen, weil die Nächte lang gewesen waren. Die Idee, dass Nachtleben, Bier und Zigaretten dem sportlichen Erfolg schaden könnten, belächelten Männer wie Martin Schwalb, Mikael Källman und Stephan Schöne damals milde. Sie wussten es besser, denn...

Das komplette Porträt lesen Sie in der Februar-Ausgabe des Handball-Magazins!

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