
10.02.2012 - Nationalmannschaft
Der Göppinger Nationalspieler freut sich auf die Rückkehr der Mobilität: In der kommenden Woche soll er seinen Gips verlieren
Die Szene hat sich als schlimmes Bild der EURO ins Gedächtnis eingebrannt: Michael Haaß gerät kurz vor dem Abpfiff des letzten Hauptrundenspiels in der Abwehr unter den Polen Krzysztof Lijewski, in der Aktion bricht sein rechtes Sprunggelenk. Der 28-jährige Mittelmann muss auf einer Trage vom Feld gefahren werden. Wenig später verliert die deutsche Nationalmannschaft gegen Polen mit 32:33 und verpasst so als EM-Siebter die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Daheim in Göppingen bereitet sich Haaß inzwischen auf seine Rückkehr vor - und leidet mit seinem Verein Frisch Auf am Liveticker.
HM: Wie geht es Ihnen?
Haaß: Gut. Seit vergangenem Donnerstag bin ich aus dem Krankenhaus. Dort ist alles gut gelaufen.
HM: Was wurde gemacht?
Haaß: Bei der Operation wurde der Bruch mit einer Platte und Schrauben fixiert. Zudem wurde das Innenband genäht. Ich habe jetzt Krücken, das Bein ist in Gips. Das wird alles noch dauern.
HM: Wann können Sie mit der Reha beginnen?
Haaß: Erst wenn der Gips ab ist. Am Donnerstag habe ich den nächsten Arzttermin. Dann geht es los, aber an Laufen wird erst in drei Wochen zu denken sein.
HM: Wie halten Sie sich im Moment fit?
Haaß: Ich habe anderthalb Wochen gar nichts gemacht. Und für die Arme brauche ich keine Hanteln - da reichen die Krücken.
HM: Fürs All Star Game am vergangenen Samstag in Leipzig hatten Sie eine Einladung, die Nationalmannschaft zu besuchen...
Haaß: Aber das war noch zu früh, denn die Operationswunde war zu frisch. Die Ärzte haben von einer Fahrt nach Leipzig abgeraten.
HM: Und das Spiel von Frisch Auf Göppingen am Mittwoch in Wetzlar?
Haaß: Ging auch nicht. Ich war zum ersten Mal in der Situation, Frisch Auf am Liveticker verfolgen zu müssen - das war aufreibend. Und das Ergebnis war ärgerlich. Mit der Leistung konnten wir zwar zufrieden sein, aber letztlich sind wir nach dem 25:26 wieder mit leeren Händen nach Hause gefahren. Am Samstag kommt HC Odorheiu Secuiesc zum Achtelfinal-Hinspiel des EHF-Cups nach Göppingen. Ich hoffe, dass wir da einen guten Grundstein legen. In der Liga geht es dann mit Spielen in Flensburg und gegen Lübbecke weiter.
HM: Ist Ihre Rückkehr in dieser Saison realistisch?
Haaß: Es ist noch viel zu früh, dazu etwas zu sagen. Ich muss erst einmal sehen, wie mein Fuß reagiert, wenn er belastet wird. Vor neun Jahren hatte ich links eine ähnliche Verletzung. Deshalb weiß ich ungefähr, was in den nächsten Monaten auf mich zukommt.
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