Unzulässiger Einsatz für Wetzlar: Andrej Klimovets. - Foto: Sascha Klahn

21.02.2012 - Bundesliga

Klimo kostet Wetzlar Punkte

Handball-Bundesliga GmbH: Unzulässiger Spieleinsatz des Weltmeisters wird mit Punktverlust für den mittelhessischen Bundesligisten sanktioniert

Der Einsatz von Kreisläufer Andrej Klimovets, der am 8. Februar im Rahmen der Bundesligabegegnung HSG Wetzlar gegen Frisch Auf Göppingen durch die HSG Wetzlar erfolgte, war aufgrund einer nicht wirksam erteilten Spielberechtigung unzulässig. Die Begegnung, die 26:25 zu Gunsten der HSG Wetzlar endete, wird durch die Spielleitung der Handball-Bundesliga GmbH (HBL GmbH) gemäß der DHB-Rechtsordnung mit Punkteverlust (0:2, 0:0 Toren) als verloren gewertet und zusätzlich mit Geldstrafe sanktioniert.

Zum Fall: Bundesligist HSG Wetzlar beantragte am 6. Februar 2012 eine Spielberechtigung für Andrej Klimovets, der 2007 mit Deutschland Weltmeister war. Die HBL GmbH erteilte eine dementsprechende Berechtigung, nachdem im Antrag unter anderem von Verein und Spieler schriftlich versichert worden war, dass keinerlei andere Spielberechtigung bestünde. Als Folge wurde Klimovets am 8. Februar 2012 bei der Begegnung Wetzlar gegen Göppingen eingesetzt.

Am 16. Februar erhielt die HBL GmbH einen Hinweis vom Pfälzer Handballverband über eine bereits bestehende Spielberechtigung des deutschen Spielers für den Regionalligisten TSG Hassloch. Die HBL GmbH stellte inzwischen fest, dass diese Spielberechtigung am 7. September 2011 in Kraft trat. Eine Abmeldung des Spielers Klimovets bei der TSG Hassloch ist bis heute nicht erfolgt. Die erteilte Spielberechtigung der HBL GmbH ist unwirksam, der Einsatz von Klimovets durch die HSG Wetzlar war demzufolge unzulässig und führt zwingend zu einer Spielverlustwertung (§ 19 DHB-Rechtsordnung, bzw. § 50, Absatz 1h Spielordnung).

Urteilsbegründung: Die Nichtangabe der bestehenden Spielberechtigung (ohne Vertrag) für die TSG Hassloch sowie die Bestätigung der Angaben im Antrag auf Erteilung der Spielberechtigung für die HSG Wetzlar durch Andrej Klimovets ist als grob fahrlässig anzusehen. Der Einsatz von Andrej Klimovets beim Spiel gegen Frisch Auf Göppingen am 8. Februar 2012 war somit unzulässig. Gemäß der Spielordnung des Deutschen Handballbundes (DHB) führt sein Einsatz zu einer Spielverlustwertung. Die Geldbuße erfolgt gemäß der Rechtsordnung des DHB.
Gegen den Bescheid der HBL GmbH kann die HSG Wetzlar innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung Einspruch beim Bundessportgericht einlegen.

PM / tok

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