Johan Petersson. - Foto: Sascha Klahn

12.04.2012 - Bundesliga

Johan Petersson zurück in die Bundesliga? - Update mit Ausrufezeichen

Der schwedische Rechtsaußen steht mit 39 Jahren vor einem Comeback. Der TuS N-Lübbecke reagiert damit auf den Ausfall zweier Linkshänder

„Zu alle meine deutche freunde. Petersson kehrt zuruck in die Bundesliga.” Den Facebook-Post am Donnerstagnachmittag unterfütterte der Schwede wenig später mit dem Kommentar, dass es um zwei Bundesligaspiele und zwei Einsätze beim Final Four um den DHB-Pokal gehe. Eben dieser Hinweis deutet auf den TuS N-Lübbecke, dessen rechte Seite nach den Ausfällen von Kristian Svensson (Mittelhandbruch) und Malte Schröder (Ellbogen) derzeit erheblich geschwächt ist.

Auf HM-Nachfrage reagierte Lübbeckes Teammanager Zlatko Feric verhalten. Ja, man habe „ganz Europa abgegrast” und Petersson sei „sicher sehr interessant”. Eine Entscheidung werde womöglich noch im Laufe des Tages fallen.

Petersson spielte in der Bundesliga für GWD Minden, die HSG Nordhorn und den THW Kiel. 2005 kehrte er nach Schweden zurück. Der 1,81 Meter große Linkshänder war Welt- und Europameister, gewann zwei olympische Silbermedaillen und mit dem THW Kiel die Deutschen Meisterschaften 2002 und 2005.

Wenige Stunden nach der HM-Meldung bestätigte der TuS N-Lübbecke mit folgender Pressemitteilung den kurzfristigen Transfer:

 

TuS N-Lübbecke verpflichtet Johan Petersson

Der TuS N-Lübbecke hat auf den Ausfall von Kristian Svensson reagiert und Johan Petersson verpflichtet. Der 39-Jährige soll die rechte Seite des Handball-Bundesligisten unterstützen. Der Weltmeister von 2009 und Europameister von 2000 und 2002 soll ab dem Heimspiel gegen den HBW Balingen-Weilstetten zum Kader gehören.

Nachdem den Ostwestfalen neben Malte Schröder mit Kristian Svensson ein weiterer Linkshänder in den kommenden Wochen fehlen wird, soll der Schwede die Lücke kurzfristig schließen.

„Wir sind froh, dass mit Johan Petersson ein erfahrener Spieler zu uns stößt, der uns in der nächsten Zeit helfen kann, bis sich die Personalsituation wieder entspannt“, so Zlatko Feric, Teammanager bei den Rot-Schwarzen.

Petersson begann seine Laufbahn in der 1. Bundesliga 1996 beim Lokalrivalen GWD Minden. Nach einem Jahr wechselte er zur HSG Nordhorn-Lingen, wo er vier Jahre spielte. 2001 ging er zum THW Kiel, für den der 249-malige Nationalspieler bis zum Jahr 2005 aktiv war und mit dem er 2002 und 2005 Deutscher Meister sowie 2002 und 2004 EHF-Pokalsieger wurde. Anschließend ging er zurück in seine Heimat.

Mit Alingsas HK gewann Johan Petersson 2009 die schwedische Meisterschaft und beendete ein Jahr später seine Karriere. In der Saison 2010/2011 half er bereits dem schwedischen Erstligaklub IFK Kristianstad für kurze Zeit aus.

tok

  • HM

    Bundestrainer Dagur Sigurdsson
    Ich schließe keinen Spieler aus

    Stets ambitioniert – momentan glücklos
    Lemgos Erfolgsmodell in Gefahr

    Deutsche Referees im Dauereinsatz
    Schiedsrichter zwischen Lust und Last

  • Youtube des Monats

     

    Carsten Lichtlein – vom Oberdepp zum Matchwinner

Handball im TV

Handball-News